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Fernsehtipps vom 11. bis 24. Februar 2012

Sa, 11.2., mdr 22:45 Uhr:
Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht, DK/Norwegen 2008***** (Detektiv Veum muss
eine konservative (!) Politikerin beschützen, die bedroht wurde und seit zwei
Jahren eine heimliche Geliebte hat – was sie natürlich öffentlich leugnet …
Halbwegs spannender Krimi)

Sa, 11.2., RBB 23:15 Uhr, auch Mo, 13.2., arte 20:15 Uhr:
Happy-Go-Lucky, UK, 2007, R: Mike Leigh+ (Die lebenslustige Grundschullehrerin
Polly [Sally Hawkins] nimmt, nachdem ihr das Fahrrad geklaut worden ist,
Fahrstunden für einen späteren Autokauf. Der mürrische Fahrlehrer hält sie für
lesbisch, weil sie seinen Klischeevorstellungen nicht entspricht … Nette
Komödie)

So, 12.2., ProSieben 16:20 Uhr:
Nicht noch ein Teenie-Film!, USA 2001, R: Joel Gallen** (Parodie auf Teeniefilme
an sich und im Allgemeinen mit zahlreichen verhohnepipelnden Zitaten: die
Kussszene aus „Eiskalte Engel“ soll wohl mit einer alten und einer jungen Frau
ad absurdum geführt werden, weil so junge Hüpfer nix Attraktives am Alter
finden)

So, 12.2., EinsExtra 21:02 Uhr:
Hollywood-Skandale, D 2010, R: Eckhart Schmidt (Doku über diverse Skandale, die
rund ums Filmgeschäft und dessen Regeln produziert wurden. Die zu den einzelnen
öffentlichen Ärgernissen interviewten Autoren und Journalist_innen erhalten in
diesem unkritischen Feature alleinige Deutungsmacht, die darin gipfelt, offen
homosexuelle Schauspielerinnen und Schauspieler als inkompatibel mit einem
heterosexuellen Publikum zu klassifizieren.)

Mo, 13.2., SF2 09:00 Uhr:
Golden Girls: Liebesgeständnis, USA 1986, SERIE (Jean, eine lesbische Freundin
von Dorothy, kommt zu Besuch und verliebt sich zu Blanches Empörung ausgerechnet
in Rose!! Immer noch witzig!!!)

Mo, 13.2., SWR/SR 00:00 Uhr:
Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte, D 2008, R: Michael Alten, Hans
Helmut Prinzler (Männerlastiges Porträt deutscher Filmgeschichte: Anhand von
persönlichen Erinnerungen von Filmschaffenden (Caroline Link und Doris Dörrie
repräsentieren die Frauen) werden einzelne Filme in unterschiedlicher Qualität
vorgestellt. Am gewinnbringendsten sind die Zusammenschnitte z. B. von
Kussszenen (auch „Mädchen in Uniform“, "Aimée & Jaguar“) und pointierte
Eindrücke, die in Ausschnitten nachzuvollziehen sind)

Mo, 13.2., ORF2 00:00 Uhr:
Tagebuch eines Skandals, UK/D 2006, R: Richard Eyre***** (Lehrerin Covett [Judi
Dench] verliebt sich in Kollegin Hart [Cate Blanchett]. Die ist zwar
verheiratet, interessiert sich jedoch mehr für ihre minderjährigen Schüler als
für eine ältliche Verehrerin. Covett rächt sich eiskalt … Zwar toll gespielte,
aber unterm Strich nix anderes als uralte, lau aufgewärmte Lesbenklischees)

Mo, 13.2., SF1 00:40 Uhr:
La Vie en Rose, FRA/UK/TSCHECH 2007, R: Olivier Dahan+ (Mit dem Schwerpunkt auf
Kindheit und Tod porträtiert der Film das Leben der französischen
Chansonsängerin Edith Piaf (1915-1963) [Oscar für Marion Cotillard]. Zu Beginn
der Karrierenfeiern sind ganz kurz auch zwei Frauen zu sehen, die einander
küssen.)

Di, 14.2., ORF2 00:00 Uhr:
Kaltes Land, USA 2005, R: Niki Caro+ (Packende und in beeindruckende Bilder
gefasste Geschichte einer Frau, Josie Ames [Charlize Theron], die in den
Achtzigern durchsetzt, Minenarbeiterin zu werden – was den Vater zu der
fälschlichen Annahme verleitet, seine Tochter sei nun lesbisch geworden …)

Mi, 15.2., 3sat 20:15 Uhr:
Alles Walzer, FRA/Österreich 2011, R: Barbara Necek (Dokumentation über die
Tradition diverser Ball-Veranstaltungen wie z. B. den Wiener Opernball, aber
auch den Rosenball, „das offizielle Ballevent der Wiener Homosexuellenszene“.)

Mi, 15.2., SF2 01:00 Uhr:
Bound – Gefesselt, USA 1995, R: Larry und Andy Wachowski******** (Ein
Gangsterliebchen [Jennifer Tilly] und eine lesbische Klempnerin [mit riesiger
Doppelaxt auf dem Arm: Gina Gershon] tun sich in jeder Hinsicht zusammen und
hauen die Mafiamänner übers Ohr. Stellenweise brutal, aber sehr spannend und
explizit auch in der Beziehung der beiden Frauen – längst ein Klassiker! Davor
läuft eine Doku über "Die rote Traumfabrik", die russisch-deutsche
Filmproduktion der 20er und 30er Jahre)

Fr, 17.2., 3sat 22:25 Uhr:
Henry & June, USA 1990, R: Philip Kaufman***** (Biografisches Drama: Die
verheiratete Anais Nin [Maria de Medeiros] ist fasziniert von Henry Miller [Fred
Ward], fühlt sich jedoch auch von seiner undurchsichtigen Frau June [Uma
Thurman] angezogen. Gemeinsam schauen sie 1931 – quasi zur Einstimmung –
„Mädchen in Uniform“ …)

Fr, 17.2., RTLII 00:15 Uhr:
Color of Night, USA 1994, R: Richard Rush** (Verworrener und nur auf Effekte
angelegter Psychothriller: Ein Mitglied der Gruppentherapie von Therapeut Gepper
[Bruce Willis] hat vermutlich seinen Freund ermordet. Verquaste Hosenrollen und
zum Mann zurückfindende Lesben … Geht lieber auf die Rolle!!!)

Sa, 18.1., arte 23:25 Uhr, auch So, 19.2., RBB 00:15 Uhr:
26. Queer Film Award TEDDY: Preisverleihung zum Abschluss der 62. Berlinale
(Heyhohey: keine Quark daher redende Annette Gerlach dieses Jahr. DANKE DANKE
DANKE!!! Schauen wir mal, wie Jochen Schropp moderiert, schlimmer als Gerlach
kann er ja wohl nicht sein, oder?? Und ob uns diesmal auch der belämmerte
Off-Kommentar erspart bleibt??? BITTE BITTE BITTE!!!)

Sa, 18.2., SF2 00:20 Uhr:
Wild Things, USA 1998, R: John McNaughton** (Verschachtelter
Überraschungsthriller über sexuelle Übergriffe an einer High School,
Verführungskünste zweier Kids und allerlei mehr)

So, 19.2., mdr 22:10 Uhr:
Für immer 30, D 2011, R: Andi Niessner*** (Timo [Felix Eitner] erlebt eine
Midlifecrisis und kriegt außerdem eine Frau [Marie-Lou Sellem] vor die Nase
gesetzt – das kann er nicht auf sich sitzen lassen … Auch seine Tochter [Sidonie
von Krosigk] lebt nicht nach seinen Vorstellungen und Plänen, sie trägt
neuerdings Tattoos und outet sich auch noch als Lesbe! Übliche
Fernsehunterhaltung)

So, 19.2., ZDFneo 22:30 Uhr:
High Heels, SPA/FRA 1991, R: Pedro Almodóvar** (Nach dem Mord an dem Macho
Manuel geraten eine Menge Frauen als Verdächtige ins Visier. Auch die Witwe
Rebeca [Victoria Abril] und ihre Mutter Becky [Marisa Paredes], die nach großer
Karriere nach Madrid zurückgekehrt ist. Becky reist mit ihrer Assistentin Marga,
mit der sie nach eigener Aussage die letzten zehn Jahre verbracht hat. Rebeca
landet schließlich im Gefängnis und muss sich über das Kofferradio zweier Lesben
die Liveübertragung eines Auftritts ihrer Mutter anhören. Typischer
Almodóvar-Bilderbogen mit schrägen Vögeln und schillernden Identitäten.)

So, 19.2., ProSieben 22:35 Uhr:
Watchmen – Die Wächter, USA 2009, R: Zack Snyder* (Superhelden-Kriegsfantasie,
die einen anderen Verlauf des Zweiten Weltkriegs suggeriert, bei dem das
Kussfoto zur bedingungslosen Kapitulation Japans 1945 nicht einen Matrosen und
eine Krankenschwester zeigt, sondern eine Krankenschwester und eine Superheldin
…)

So, 19.2., Tele5 00:05 Uhr:
Sophies Entscheidung, UK/USA 1981, R: Alan J. Pakula+ (Zwei KZ-Überlebende
[Meryl Streep und Kevin Kline] versuchen in ihrer Liebe zueinander die
Vergangenheit hinter sich zu lassen. Laut Cathy S. Gelbin (2007) basiert der
Film auf einem pornografischen Roman und lässt eine lesbische Begegnung Sophies
mit einer Widerständlerin einfach weg. Meryl Streep bekam 1982 einen Oscar für
ihre Rolle; in der Originalfassung spricht sie überzeugend mit polnischem
Akzent)

Di, 21.2., Tele5 22:05 Uhr:
Basic Instinct, USA 1992, R: Paul Verhoeven**** (Polizist Nick Curran [Michael
Douglas] gerät in den Bann der des Mordes verdächtigen Schriftstellerin
Catherine Tramell [Sharon Stone]; ihre Geliebte muss dafür dran glauben.
Umstrittener und überschätzter Sex-Thriller)

++++weitere Tipps für die geneigte Cineastin++++
Mi, 15.2., arte 23:05 Uhr:
Oktober, UdSSR 1927, R: Sergej M. Eisenstein (Legendäres Revolutionsdrama von
Eisenstein ("Panzerkreuzer Potemkin"), in dem 1917 der Zar gestürzt wird und die
Bolschewiken die Macht übernehmen)

So, 19.2., BR 23:45 Uhr:
Die Valentin-Karlstadt-Nacht (Acht Kurzfilme mit Karl Valentin (1882-1948) und
Liesl Karlstadt (1892-1960) aus den Jahren 1934-1941, darunter Klassiker wie
"Der Firmling" (Karlstadt in der Jungens-Rolle) oder "Der Theaterbesuch" - immer
wieder klasse!)