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Fernsehtipps

Fernsehinfos vom 22.6. bis 5.7.2019

Sa, 22.6., SRF1 22:50 Uhr:
Goldfinger, UK 1964, R: Guy Hamilton* (Diesmal hat James Bond [Sean
Connery] den Bösewicht Goldfinger [Gert Fröbe] als Gegenspieler, der
Fort Knox atomar verseuchen will. Ihm zur Seite steht Pussy Galore
[Honor Blackman], die eine Staffel von Fliegerinnen befehligt, die ihr
alle blind ergeben sind. Sie wird aber leider von 007 heterotherapiert.)

So, 23.6., ARD 23:35 Uhr:
Immer Drama um Tamara, UK 2010, R: Stephen Frears+ (Belanglose
Geschichte um eine junge Frau, Tamara [Gemma Arterton], die als
Zeitungsreporterin und schönheitsoperiert in ihr Heimatdorf zurückkehrt.
Dort schreibt eine Ortsansässige über lesbische Kriminelle …)


Mo, 24.6., Sat1 20:15 Uhr:
Ich bin dann mal weg, D 2015, R: Julia von Heinz+ (Verfilmung seines
autobiografischen Bestsellers: Als der schwule Entertainer Hape
Kerkeling (Devid Striesow) bei einem Bühnenauftritt einen Schwächeanfall
erleidet, wählt er für seine Auszeit den Jakobsweg und bleibt
währenddessen mit seiner lesbischen Agentin Dörte (Annette Frier) in
Kontakt. Alles ein wenig lau.)

Mo, MDR 23:35 Uhr:
Coming Out, DDR 1989, R: Heiner Carow+ (Ein junger Lehrer [Matthias
Freihof] versucht seine homosexuellen Bedürfnisse zu verdrängen und
flüchtet sich in eine Beziehung mit Kollegin Tanja [Dagmar Manzel]. In
einer Schwulenbar trifft er Matthias [Dirk Kummer]; die Bartranse
[Charlotte von Mahlsdorf] erzählt von einer lesbischen Schwester …Der
Film kam am Abend des Mauerfalls in die Kinos und wurde daher „übersehen“.)


Mi, 26.6., MDR 12:30 Uhr:
Vier kriegen ein Kind, D 2014, R: Mathias Steurer******* (Ein lesbisches
Paar wünscht sich ein Kind. Steff wird durch eine Samenspende auch
schwanger, aber die wurde verwechselt und gehört einem schwulen Paar,
das ebenfalls ein Kind möchte. Also müssen sich die Paare irgendwie
zusammenraufen. Tun sie auch!)


Do, 27.6., MDR 12:30 Uhr:
Mein Sohn Helen, D 2015; R: Gregor Schnitzler (Ein Vater [Heino Ferch]
tut sich schwer damit, dass sein vermeintlicher Sohn [Jannik Schümann]
plötzlich als Frau aus einem Auslandsaufenthalt zurückkehrt … Zu viel
Ferch und zu wenig Trans* …)

Do, 27.6., Tele5 20:15 Uhr:
I Am Love, ITA 2009, R: Luca Guadagnino** (Emma [Tilda Swinton], die
Frau des reichen Textilunternehmers Recchi, verliebt sich gegen ihren
Willen in den jungen Koch, der außerdem ein Freund ihres Sohnes Edoardo
ist, dem das Unternehmen übertragen werden soll. Emmas Tochter
Elisabetta hat sich während ihres Auslandsaufenthaltes in eine Frau
verliebt … Tilda Swinton verleiht dem überfrachteten und unterkühlt
inszenierten, viel zu tragischen Familiendrama etwas Tiefe, aber unterm
Strich bleibt dann nur ihr Spiel in der Erinnerung haften …)

Do, 27.6., RBB 23:25 Uhr:
Der Kreis, Schweiz 2014, R: Stefan Haupt+ (Anhand der im Interview
erzählten Erinnerungen von Ernst Ostertag und Röbi Rapp wird in
Spielszenen die Geschichte der Zürcher Schwulenbewegung in den fünfziger
und sechziger Jahren in Spielszenen nachgezeichnet. Sehenswert und
interessant.)

Do, 27.6., MDR 23:35 Uhr:
Das rote Zimmer, D 2010, R: Rudolf Thome*** (Ein Kussforscher sucht den
Kontakt zu einem lesbischen Paar, das eine offene Beziehung lebt – und
anfängt, ihn zu erforschen …)


Fr, 28.6., arte 20:15 Uhr:
Ich will dich, D 2015, R: Rainer Kaufmann******* (Bürgerliche und
lebensgemeinschaftliche Bereicherungen stehen der Liebe zwischen zwei
Frauen (Erika Marozsán und Ina Weisse) im Wege, die sich weder von ihrem
bisherigen sozialen Gefüge (Marie) noch von ihren Zukunftsträumen (Ayla)
verabschieden möchten. Sie sehen sich als heterosexuelle Frauen mit
heterosexuellen Errungenschaften (Familie, Anerkennung), die sie nicht
aufzugeben bereit sind.)

Fr, 28.6., arte 21:45 Uhr:
50 Jahre nach Stonewall, D 2019 (Reportage über die Razzia gegen Trans*,
Schwule und Lesben Ende Juni 1969 in der Kneipe „Stonewall“ in der New
Yorker Christopher Street. Zudem stellt der Film die Frage, was die
LGBTiQ-Bewegungen inzwischen erreicht hat und welche nicht.)

Fr, 28.6., arte 01:15 Uhr:
Judy Garland – Too Young To Die, D 2015 (Letzter Teil der Dokureihe über
den frühen Tod von Stars: Judy Garland (1922-1969) wurde berühmt durch
ihre Rolle als Dorothy in „Der Zauberer von Oz“ (1939); ihre dort
gesungene Fantasie „Over the Rainbow“ wurde zur Hymne für viele Schwule.
Besonders in den USA galt „Friend of Dorothy“ lange Zeit als
Homosexuellen-Code.)


Sa, 29.6., RTL2 08:10 Uhr:
Die Girls von St. Trinian, UK 2007, R: Oliver Parker, Barnaby Thompson,
Cartoon: Ronald Searle+ (Remake der britischen Komödie „Die Schönen von
St. Trinians“ von 1954, in der das gefürchete Mädcheninternat von
pubertären Schülerinnenstreichen heimgesucht und von einer Trans*Person
[Rupert Everett] geleitet wird. Getretener, doofer Klamauk!)

Sa, 29.6., Sat1Gold 20:15 Uhr:
Mann kann, Frau erst recht, D 2012, R: Florian Gärtner** (Die junge
arbeitslose und alleinerziehende Tine (Therese Scholze) tritt als Mann
"getarnt" einen Job bei einem Männermagazin an und wird von der
Herausgeberin Dagmar (Nina Kronjäger) heftigst umworben. Die ganze Farce
mit schwul-lesbischen Anspielungen wird wie so oft in konservative
Heteromuster aufgelöst, sodass Tine ein heterosexuelles Happy-end
erlebt. Gähn ...)

Sa, 29.6., ZDFneo 21:45 Uhr:
Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns, UK/FRA/D/IRL/USA 2004, R: Beeban
Kidron* (Bridget Jones [Renee Zellweger] ist zwar glücklich mit Mark
[Colin Firth], versteigt sich jedoch immer wieder in irrationale
Eifersucht. So glaubt sie auch, Mark hätte etwas mit der schönen Rebecca
[Jacinda Barrett], die jedoch interessiert sich mehr für … Halbwegs
unterhaltsame Hetenkomödie)

Sa, 29.6., MDR 00:05 Uhr:
Carol, USA/UK 2015, R: Todd Haynes, Vorlage: Patricia Highsmith********
(Eine junge Verkäuferin [Rooney Mara] verliebt sich in den 1950er Jahren
in die mondäne und verheiratete Carol [Cate Blanchett], die kurze Zeit
später von ihrem Mann mit einer Sorgerechtsklage wegen unmoralischen
Lebenswandels drangsaliert wird. Carol steht dazu, distanziert sich aber
– wie der Gatte verlangt – von Therese … Klasse gespielt und inszeniert
– ein echtes Highlight!)

Sa, 29.6., arte 02:00 Uhr:
Ursus Berlinensis, D 2011, R: Gerald Backhaus (Kurzfilm zu
Berliner-Bär-Varianten: u. a. geht es auch um die Zoobärin Nina = Nina
Queer)


So, 30.6., SuperRTL 20:15 Uhr:
Von Frau zu Frau, USA 2006, R: Michael Lehmann+ (Gluckenhafte Mutter
[Diane Keaton] mischt sich ins Privatleben ihrer Töchter ein. Widerliche
und nervige Wir-halten-am-Frauenbild-der-f

ünfziger-Jahre-fest-Komödie!
Einziger Lichtblick: Traumtyp macht Milly bei Kochkurs im Altenheim sein
öffentliches Liebesgeständnis. Das wird nicht nur von den älteren
Heteras und Heteros zu einer stürmischen gegenseitigen Umarmung genutzt,
sondern auch von zwei älteren Frauen!)

So, 30.6., RTL2 22:35 Uhr:
Vier Hochzeiten und ein Todesfall, UK 1994, R: Mike Newell+ (Charles
[Hugh Grant] verliebt sich in Carrie [talentfreier Hutständer: Andie
McDowell], kriegt sie aber erst nach mehreren Hochzeiten und einer
Beerdigung. Fiona [charming: Kristin Scott Thomas], eine aus seiner
Clique, räumt bei einer Nachfrage ein, sie sei mal 15 Minuten lang
„Lesbierin“ gewesen, das würde wohl aber nicht zählen. Über weite
Strecken unterhaltsame Heterokomödie)


Di, 2.7., Tele5 20:15 Uhr:
Frida, USA/Kanada/Mexiko 2001, R: Julie Taymor**** (Biografisches
Porträt der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954), die nicht nur
mit dem Maler Diego Rivera (1886-1957) eine Beziehung lebte, sondern
auch Frauen zugetan war. Im Film provoziert Frida [Salma Hayek] die
streitbaren Männer durch einen aufreizenden Tango mit Tina Modotti
[Ashley Judd])

Di, 2.7., SRF2 23:20 Uhr:
V wie Vendetta, UK/USA/D 2006, R: James McTeigue** (Ein faschistischer
Großkanzler [John Hurt] beherrscht einen Überwachungsstaat, gegen den
ein mysteröser Gegenspieler, V [Hugo Weaving] antritt. In einer
Gefängnisszene lässt eine wegen ihres Lesbischseins inhaftierte Frau
ihre Zellennachbarin an ihrem Leben teilhaben … In Teilen spitzfindiges
Fantasydrama)


Mi, 3.7., HR 21:45 Uhr:
Ehe für alle – alles erreicht?, D 2018 (Reportage als Realitätscheck
nach der Bundestagsentscheidung für die sogenannte Homo-Ehe 2017; im
Bereich des Sorgerechts hingegen gibt es auch juristisch noch keine
Gleichstellung)

Mi, 3.7., arte 22:45 Uhr:
Much Loved, FRA/Marokko 2015, R: Nabil Ayouch*** (Das Gesellschaftsdrama
porträtiert drei befreundete marokkanische Sexarbeiterinnen und ihren
Überlebenskampf im unerquicklichen Alltag. Die lesbische Randa ist eine
von ihnen.)

Mi, 3.7., SRF2 23:20 Uhr:
Domino, USA 2005, R: Tony Scott+ (Der abenteuerliche und willkürlich
schnell geschnittene Actionfilm folgt bestimmten Lebensstationen von
Domino Harvey (1969-2005, hier dargestellt von Keira Knightley), die als
Tochter des Schauspielers Laurence Harvey zunächst als Fotomodell
Karriere machen wollte, sich dann aber als skrupellose Kopfgeldjägerin
verdingte. Domino erlebte den Filmstart nicht mehr, soll sich aber
darüber aufgeregt haben, dass Scott ihr eine heterosexuelle Beziehung
andichtete:
http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/1493030/Domino-Harvey.html.
Nix als Murks!)


Do, 4.7., WDR 00:55 Uhr:
Tomboy, Frankreich 2011, R: Céline Sciamma**** (Eine Zehnjährige möchte
in einer neuen Umgebung als Junge wahrgenommen zu werden … Dicht – und
gut beobachtet)

Do, 4.7., RBB 23:25 Uhr:
Der Sommer von Sangaile, FRA/NL/Litauen 2014, R: Alanté Kavaïté*******
(Zwei junge Frauen kommen sich auf dem Land näher, und das führt dazu,
dass Sangaile ihren Traum vom Fliegen letztendlich doch irgendwie
verwirklichen kann)


Fr, 5.7., Tele5 22:05 Uhr: W i e d e r a u f f ü h r u n g !
Bound – Gefesselt, USA 1995, R: Larry und Andy Wachowski******** (Ein
Gangsterliebchen [Jennifer Tilly] und eine lesbische Klempnerin [mit
riesiger Doppelaxt auf dem Arm: Gina Gershon] tun sich in jeder Hinsicht
zusammen und hauen die Mafiamänner übers Ohr. Stellenweise brutal, aber
sehr spannend und explizit auch in der Beziehung der beiden Frauen –
längst ein Klassiker!)

Fr, 5.7., WDR 23:30 Uhr: N E U !
Frau tv: Liebe ohne Grenzen, R: Anke Wolf-Graaf (Anlässlich von 50
Jahren „Stonewall Inn“, wo Ende Juni 1969 eine Polizei-Razzia zu
Widerstand bei den drangsalierten LGBTiQ und damit zu einer Art
Bewegungsbeginn führte, schaut das Magazin in die Geschichte zurück,
aber auch auf die aktuelle Parade in Köln)

 



++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++
- Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für
Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche
Meinung wider – und meinen Humor …

- Zurzeit befinden sich im Fernsehtipp-Verteiler über 120
Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis
Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit
bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden.
Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar:
http://www.checkpoint-sb.de/checkpoint/gruppen/cinedames/filmtipp/;
http://www.achtbar-tuebingen.de/index.php/content/view/328/84/;
http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de

- Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und
UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für
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- Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.

- Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und
keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte
Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.

- Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen,
deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen,
Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf
www.lesbengeschichte.org.

- Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende
Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der
Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren.
Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde
Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch
anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein
dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte
wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema
süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden
sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit
lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder
gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache ...

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu
übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder
sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2019)