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Fernsehtipps

Fernsehinfos vom 31.3. bis 13.4.2018

Sa, 31.3., RBB 10:40 Uhr:
Das Wirtshaus im Spessart, BRD 1957, R: Kurt Hoffmann+ (Komtess
Franziska [Liselotte Pulver] schlägt sich nach ihrer Geiselnahme auf die
Seite der Spessart-Räuber und mischt sich in Männerkleidern unter die
illustre Schar um den Räuberhauptmann [Carlos Thompson]. Nettes, aber
belangloses Spiel mit Geschlechterrollen und Moral)


So, 1.4., ONE 14:10 Uhr/3sat 22:05 Uhr/SWR/SR 00:40 Uhr:
Tod auf dem Nil, UK 1977, R: John Guillermin+ (Hercule Porree ---
pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer,
auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs.
Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene
Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …)

So, 1.4., 3sat 20:15 Uhr:
Frühstück bei Tiffany, USA 1961, R: Blake Edwards+ (Die Romanverfilmung
nach Truman Capote rückt die gerade den Kinderschuhen entwachsene
Lebedame Holly Golightly [Audrey Hepburn], die sich erst am Schluss für
den armen Lebemann Paul [George Peppard] entscheidet, ins Zentrum der
Geschichte des US-amerikanischen Jet-Sets der vierziger Jahre. Im Roman
geht Holly nach Brasilien und verschwindet aus Pauls Leben. Ihre New
Yorker Zeit wird aus seiner Erinnerung geschildert und ihm berichtet sie
des Öfteren von lesbischen Frauen in ihrem Umfeld; es klingt, als hätte
sie auch eigene Erfahrungen gesammelt. Aber das alles hat Blake Edwards
einfach ignoriert!)

So, 1.4., Disney 20:15 Uhr:
Mary Poppins, USA 1964, R: Robert Stevenson, Vorlage: P. L. Travers +
(Nee, da ist nicht wirklich was Lesbisches drin: Aber die Autorin,  P.
L. Travers (1899-1996), hat offenbar mindestens bisexuell gelebt. Dies
wurde in Berichten anlässlich des Hollywoodfilms „Saving Mr. Banks“ über
den Dreh von „Mary Poppins“ zwar verschwiegen, aber von der
lesbisch-schwulen Community an die Öffentlichkeit gebracht. – Außerdem
ist Mrs. Banks (auch) im Film eine Suffragette! – Chim chim-cheree …)

So, 1.4., NDR 23:50 Uhr:
Die Spionin, D/Österreich/Ungarn 2012, R: Miguel Alexandre** (Das
Spioninnendrama orientiert sich lose an der um 1940 wirkenden
deutsch-englischen Doppelagentin Vera von Schalburg (1912-unbekannt). Im
Film kommt Vera von Schalburg (Valerie Niehaus) zwischenzeitlich bei
einer Gräfin (Katerina Medvedeva) unter, die ihr nachstellt)


Mo, 2.4, ARD 23:25 Uhr:
Donna Leon – Venezianisches Finale, D 2003, R: Sigi Rothemund, Krimi:
Donna Leon***** (Commissario Brunetti [Uwe Kokisch] geht der Ermordung
eines homophoben Dirigenten nach und verdächtigt u. a. die lesbische
Opernsängerin Flavia Petrelli [Leslie Malton], die mit ihrer Agentin
Brett Lynch [Gesine Cukrowski) zusammenlebt. Naja …)


Do, 5.4., arte 13:45 Uhr:
Indochine, FRA 1992, R: Régis Wargnier+ (Catherine Deneuve als
Plantagenbesitzerin im Indochina der dreißiger Jahre: Sie tanzt einen
zweideutigen Tanz mit ihrer Adoptivtochter – aber für beide stehen
Männer im Fokus des Begehrens; historisierendes Drama)

Fr, 6.4., Tele5 22:55 Uhr:
Tank Girl, USA 1995, R: Rachel Talalay* (Tank Girl [Lori Petti] kämpft
im Jahr 2033 gegen einen mächtigen Wasserkonzern, dessen Chef [Malcom
McDowell] auf der verwüsteten und ausgetrockneten Erde sein Unwesen
treibt. Sie beschützt Jet Girl [Naomi Watts], indem sie sie als ihre
Geliebte ausgibt. Überwiegend spaßig, aber mit Längen inszeniert)


Sa, 7.4., ORF1 20:15 Uhr:
Ziemlich beste Freunde, Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric
Toledano* (Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit
seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes
Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem
Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt
sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten
Blick nicht erkennen …)

Sa, 7.4., ServusTV 20:15 Uhr:
Swing Vote – Die beste Wahl, USA 2008, R: Joshua Michael Stern*
(Politische Farce über die Bemühungen der US-amerikanischen
Präsidentschaftskandidaten, einen Wechselwähler [Kevin Costner] für sich
zu gewinnen.: Da er scheinbar nix gegen Homosexuelle hat, stürzen sich
die Medien auf dieses Thema und befürworten die „Homoehe“, für die sogar
ein Spot inszeniert wird)

Sa, 7.4., RTL2 20:15 Uhr:
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, USA/Kanada/UK 2010, R: Edgar
Wright* (Kriegerische Fantasyromanze: Scott muss die Ex-Lover seiner
Angebeteten besiegen, darunter auch eine Lesbe …)


So, 8.4., RIC 20:15 Uhr:
Albert Nobbs, UK/USA/Irland/FRA 2012, R: Rodrigo García**** (Eine Frau
[superb: Glenn Close] arbeitet um 1900 als männlicher Hausdiener Albert
Nobbs in der vornehmen Dubliner Gesellschaft und fürchtet, dass ein
Maler [Janet McTeer], der vorübergehend in seiner Kammer übernachten
soll, sein Geheimnis verraten könnte. Grandios gespielt, bewegend und in
jeder Hinsicht sehenswert!)

So, 8.4., RTL2 03:35 Uhr:
American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe, USA 2009, R: John Putch+
(Im siebten Teil des unsäglichen Adoleszenz-Klamauks (der von
Erwachsenen gespielt wird) finden drei Jungmänner eine zerfledderte
Bibel, die ihnen aufzutragen scheint, ihre „Jungfräulichkeit“ zu
verlieren. Dabei küssen drei blonde Frauen einander. – Schnarch …)


Di, 10.4., Tele5 00:40 Uhr:
Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte, D 2008, R: Michael Alten,
Hans Helmut Prinzler (Männerlastiges Porträt deutscher Filmgeschichte:
Anhand von persönlichen Erinnerungen von Filmschaffenden (Caroline Link
und Doris Dörrie repräsentieren die Frauen) werden einzelne Filme in
unterschiedlicher Qualität vorgestellt. Am gewinnbringendsten sind die
Zusammenschnitte z. B. von Kussszenen (auch „Mädchen in Uniform“, "Aimée
& Jaguar“) und pointierte Eindrücke, die in Ausschnitten
nachzuvollziehen sind)

Di, 10.4., arte 02:00 Uhr:
Sex & Music: Neue Formen des Begehrens, Frankreich 2014, R: Chloé
Mahieu, Lila Pinell (Reportage über die Musikszenen der vergangenen 50
Jahre, die Gender-Identiäten und Rollenbilder beeinflusst haben. Wie
wurde die Homosexualität von Little Richard aufgenommen, wie der
geschminkte David Bowie, wie Suzi Quatro?)


Mi, 11.4., arte 20:15 Uhr:
Embrace, Australien 2015, R: Taryn Brumfitt (Filmisches Plädoyer gegen
mediale Schönheitsoperationen und -ideale; dabei fragt sie die
unterschiedlichsten Frauen, warum sie ihren eigenen Körper hassen)

Mi, 11.4., 3sat 22:35 Uhr:
Die fetten Jahre sind vorbei, D 2004, R: Hans Weingartner+ (Drei
Möchtegern-Anarchist_innen kidnappen den Alt-68er, inzwischen
vermögenden Hardenberg (Burghart Klaußner), der ihnen u. a. von freier
Liebe in der WG erzählt, bei der seine Frau auch lesbische Erfahrungen
sammelte)


Fr, 13.04., WDR 07:20 Uhr:
Ich und die anderen. Lesbisch. Schwul. Jung, D 2016 (Jugendmagazin zur
Unterstützung junger Menschen, die im Selbstfindungsprozess mit sich
hadern und auch mit Anfeindungen von außen umgehen müssen)